In Haltung und Bewegung

Dein Körper versucht immer, sich an aktuelle Anforderungen anzupassen. Das gilt auch für das Training: Regelmäßiges Training macht Dich leistungsfähiger. Lässt Du das Training schleifen, ruht auch Dein Körper sich aus. Er baut Muskeln ab und wird wieder unbeweglicher. Trotzdem musst Du auch bei unregelmäßigem Training oder nach längeren Pausen nicht jedes Mal ganz von vorne anfangen! Wenn Du eine Bewegung schon öfter gemacht hast, setzt sich das in der Erinnerung Deines Körpers fest. Beim nächsten Training kann sich Dein Körper schneller wieder an das Gelernte erinnern. So fällt es Dir beim nächsten Mal leichter, wieder einzusteigen. Training ist also nie umsonst!

Du weißt sicher, dass Training eine direkte Auswirkung auf den Körper hat. Wusstest Du aber auch, wie wichtig Regelmäßigkeit ist? Und was passiert, wenn Du eine längere Pause machst? Oder dass beim Krafttraining nicht zuerst Dein Muskelumfang wächst, sondern vorher Deine Nerven geschult werden?

Regelmäßiges Training, richtig dosiert

Unser Körper entwickelt sich immer weiter und passt sich an unseren typischen Alltag an. Wenn wir also immer das Gleiche tun, wird sich auch unser Körper nicht verändern. Erst wenn wir ungewohnte Belastungen erleben, verändert sich auch der Körper. Das zeigt sich dann zum Beispiel darin, dass wir durch Training stärker oder beweglicher werden.
Dabei kommt es auf die richtige Dosierung an. Am besten ist es, wenn wir unserem Körper ein bisschen mehr zumuten als er gewöhnt ist. Machen wir weniger, unterfordern wir uns und werden nicht besser. Machen wir zu viel, überfordern uns und bekommen Muskelkater.
Bei leichter Anstrengung hingegen spürt unser Körper, dass er ein bisschen mehr machen muss. Er fängt dann an, sich nach und nach anzupassen. So ist er beim nächsten Training dieser größeren Belastung besser gewachsen.

Köpfchen geht vor Kraft

Vielleicht hast Du schon beobachtet, dass es einige Zeit dauert bis Deine Muskeln wachsen. Das liegt daran, dass auch Krafttraining sich zuerst auf Dein Nerven-Netzwerk auswirkt. Dein ganzer Körper ist von Nerven durchsetzt. Auch all Deine Muskeln werden über Nerven angesteuert. Je häufiger wir bestimmte Bewegungen oder Muskeln einsetzen, desto eingespielter werden Muskeln und Nerven in ihrem Zusammenspiel. So fällt es uns mit jedem Mal ein bisschen leichter, eine neu erlernte Bewegung kontrolliert auszuführen. Das nennt man auch Koordination.
Der Körper lernst also erst die vorhandenen Muskeln besser zu benutzen. Erst in einem zweiten Schritt kommt es zu Veränderungen auf muskulärer Ebene und unser Körper legt neue Muskeln an. So werden Deine Muskeln quasi erst “klüger” (Köpfchen), bevor sie größer (Kraft) werden.

Erholung ist wichtig

Dieser Lern-Prozess braucht Zeit. Deshalb sollten wir Ruhepausen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten einzulegen. Die benötigte Zeit nennt man auch Superkompensationszeit. Unser Körper braucht diese Ruhezeit, um sich nach einem Training auf die neue Belastung einzustellen. Die genaue Dauer der Ruhephasen ist je nach Trainingsart unterschiedlich. Als Richtschnur kann aber eine Pause von ca. 1-2 Tagen dienen, während denen sich der Körper erholen kann. Grundsätzlich sollte man darauf achten, nicht zu lange zu pausieren. Denn sonst fühlt sich der Körper unterfordert und beschließt, Muskeln wieder abzubauen.
Es ist also wichtig, einen guten Rhythmus zu finden. Nur im richtigen Rhythmus können wir auf vergangene Trainingseffekte aufbauen.

Mit den Vivira-Übungen startest Du in einem Bereich, der zuerst Koordination und Beweglichkeit anspricht. Kraftsteigerung steht noch nicht im Vordergrund. Trotzdem braucht der Körper auch hier eine Ruhepause, um das Erlernte zu verarbeiten. Wir empfehlen Dir, zwischen den einzelnen Trainings 1-2 Tage (mindestens 24 Stunden und maximal 48 Stunden) zu pausieren.

Die Folgen von Inaktivität

Training ist nie umsonst, da sich unser Körper an vieles erinnert. Selbst nach einer langen Pause werden wir schneller wieder fit, als wenn wir noch nie trainiert hätten. Trotzdem ist jede Trainingspause doch auch ein Rückschritt.

Denn jeder Trainingsfortschritt kann durch zu große Trainings-Abstände erst einmal verloren gehen. Was man nicht nutzt, verliert man – das gilt für Muskelkraft, Beweglichkeit und Ausdauer gleichermaßen. Das liegt daran, dass der Körper sich immer so wenig Arbeit wie möglich macht. Werden Strukturen nicht gebraucht, baut der Körper sie wieder ab. Für die Muskelkraft beginnt der Verlust bereits ab drei Tagen in denen Du nichts tust.

Allerdings kann man Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft auch wieder zurückgewinnen. Und das geht zum Glück umso leichter, je mehr Du in der Vergangenheit schon trainiert hast.
Manchmal ist Inaktivität unvermeidbar: Krankheit kann uns zu einer längeren Pause zwingen. Bei manchen Verletzungen ist es notwendig, dass man Teile des Körpers völlig entlastet. In solchen Fällen passt sich der Körper an die fehlende Belastung an: nicht benötigte Strukturen werden abgebaut. Steigst Du wieder ins Training ein, muss sich Dein Körper erst wieder aufbauen.

Der sanfte Wiedereinstieg

Die gute Nachricht ist: Dein Körper erinnert sich an vorangegangene Trainings. Diese Erinnerung hilft ihm dabei, beim Wiedereinstieg schneller auf das vorherige Level zu gelangen.
Denke bitte dennoch daran:
Nach einer solchen Pause braucht Dein Körper besonders viel Aufmerksamkeit und ein angepasstes Training, um die alte Leistungsfähigkeit wieder zu erreichen. Fange lieber sanft und langsam an und hab Geduld mit Dir. Mit ein bisschen Durchhaltevermögen schaffst Du es!

Und jetzt?

Damit Du immer auf einem passenden Niveau trainierst, solltest Du Deinen Trainingsplan regelmäßig anpassen. Auch solltest Du darauf achten, Dein Training nicht unnötig schleifen zu lassen. Dabei kann Vivira Dich unterstützen!

Dein Vivira Programm passt sich automatisch Deinem Leistungsniveau an. Dafür ist es wichtig, dass Du Dir nach jedem Training kurz Zeit nimmst und die Fragen zu Deinem Wohlbefinden beantwortest.

Tipp: Setze Dir die Übungs-Erinnerung und mach Dir regelmäßiges Training zur Gewohnheit!

Wenn Du eine längere Pause hattest, dann lass es erst einmal ruhiger angehen. Es ist nicht schlimm, wenn Du Deine Wiederholungsanzahl von vorher nicht schaffst. Das Programm passt sich automatisch an Dich an. Hör auf Deinen Körper und steigere Dich in Deinem eigenen Tempo. Es ist immer besser, mit kleinen Schritten anzufangen als sich zu viel vorzunehmen oder gar nichts zu machen.

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